(Ehemalige) Bewohner

Unsere Bewohner sind Studentinnen und Studenten, die aktive Mitglieder einer christlichen Kirche und interessiert an christlicher Lebensgemeinschaft und Theologie in Theorie und Praxis sind. Evangelische Theologiestudent(inn)en der EKHN, EKiR und EKiP und Student(inn)en der Religionspädagogik gehören zu unserer Kernzielgruppe. Bei freien Plätzen nehmen wir auch theologisch interessierte fachfremde christliche Student(inn)en auf.

Auch externe Theologiestudierende können an unserem Programm teilnehmen. Einer vor ihnen ist z.B. Thorsten Nasse:

“Der Spenerabend ist für mich in den zwei Semestern zu einem regelmäßigen Höhepunkt meiner Woche geworden. Auch wenn ich nicht selber im Spenerhaus wohne, bin ich regelmäßig dabei! Mir gefällt es sehr, dort anzukommen, viele liebe bekannte Gesichter zu sehen und in großer Gemeinschaft mit dem Abendbrot zu beginnen. Es wird sogar kostenlos gestellt!
Für mich ist das etwas Besonderes, ebenso wie die merklich große Freiheit bei den Gesprächen. An der Uni vermisse ich es leider oft, derart offen über meinen Glauben an Jesus Christus oder über Fragen und Themen, die durch die Veranstaltungen aufkommen, reden zu können. Die Referate tragen immer wieder zu anregenden Gedankenanstößen und Gesprächen bei. Anschließend noch in gemütlicher Runde zusammenzusitzen, ist auch echt toll.”

Ehemalige Bewohner(innen) sind von hoher Bedeutung für unsere heutige Arbeit. Sie sind nicht bloß Geschichte. Denn alle zusammen teilen den Schatz unsrer Geschichte und den Reichtum der WG-Erfahrungen. Manche davon wohnen und studieren noch in Mainz und bereichern unsere Abende, z.B. Nora Mundt (Studentin für Englisch und Religions auf Lehramt). Sie sagt dazu:

“Als ich im Spenerhaus gewohnt habe, fing mein Studium gerade an. Ich war froh und hab es sehr geschätzt mit anderen Theologiestudenten zusammen zu wohnen, die schon mehr Semester hinter sich hatten. Mir gefiel die offene und lockere Atmosphäre: sei es beim Abendessen, an Sonntagnachmittagen oder einfach im WG-Alltag. Besonders interessant war die Mischung der Leute, die aus allen Ecken Deutschlands kamen. Dadurch war es bunt an Dialekten und Gewohnheiten. Sehr geschätzt habe ich auch die Einblicke, die ich durch Gemeindeeinsätze in verschiedene Gemeinden bekommen konnte.”

Einige Pfarrer, die wir heute im Rahmen unserer Gemeindeeinsätze besuchen, haben früher im Spenerhaus gewohnt. Sie ermöglichen uns damit weiterhin den Praxisbezug und lassen uns bereichert nach Hause fahren, ob um eine Anekdote aus früheren Zeiten  oder anderes. Viele lesen mit Interesse weiterhin den Freundesbrief und freuen sich, regelmäßig aktuelle Informationen zu erhalten. Dazu gehört z.B. auch Pfarrer Dr. Friedlhelm Ackva (Dillenburg):

Friedhelm Ackva“Die Zeit vor 30 Jahren in der ersten Spener-Wohnung in der Kaiserstraße war eine sehr intensive. Zusammenleben, -arbeiten und -beten haben mich für meinen ganzen Pfarrdienst geprägt. Einige Freundschaften bestehen bis heute. Die Abende in unserer kleinen Bibliothek sind für mich unvergesslich. Wir haben damals vor allem um hermeneutische Fragen gestritten. Diese sind heute in den Hintergrund getreten, wiewohl sie tatsächlich Grundlagen-Fragen sind, auch für den heutigen Kurs der Kirche in Fragen der Ethik. Seinen Weg zu finden zwischen der Bibel als einfachem und zeitgebundenem “Dokument der Kulturgeschichte”, wie es kürzlich in unserer Evangelischen Sonntagszeitung zu lesen war, und dem inspirierten und verbindlichen Wort Gottes, das ist für jeden Christen und für Leute im Pfarramt die tägliche Herausforderung.
Weil sich die heutigen Studierenden dieser Herausforderung auch stellen müssen, unterstütze ich die Arbeit des Spenerhauses bis heute. Ich freue mich, dass es noch nach
so vielen Jahren seinen Stand in Mainz hat und auch durch die räumlichen Veränderungen wieder mitten in der Stadt zu finden ist.”

In  den vergangenen 30 Jahren haben ca. 150 Menschen bei uns gewohnt. Die Verbindung zu ihnen wollen wir nicht missen, sondern ausbauen. Wer also Ehemalige kennt, die den Kontakt zu uns verloren haben, darf sie gerne wieder mit uns in Verbindung bringen. In der Mainzer Neustadt z.B. wohnt man gelegentlich nur einige Straßen voneinander entfernt und weiß es nicht.