Studienbegleitung

“Es müßte aber alles in rechter Absicht auf Gottes Ehre und das geistliche Wachstum […] eingerichtet werden”

Philipp Jacob Spener in „pia desideria“

Philipp Jacob Spener lag vor allem die Ausbildung einer geistlich starken und frommen Pfarrerschaft am Herzen. Seiner Meinung nach musste theologische Ausbildung immer auch geistliches Wachstum beinhalten und davon hinterlegt und fundiert sein.

Daher enthält unsere Studienbegleitung drei Aspekte: 

Theologie. Beim Spenerabend, dem theologischen Themenabend, erschließen wir uns verschiedene Inhalte durch Beiträge von Referenten oder Gruppenarbeiten. Der Fokus liegt dabei grundsätzlich auf der Frage nach dem Bibelverständnis mit seinen verschiedenen Folgen für Kirche und Theologie. Diese verschiedenen Inhalte können in weiteren Gesprächen, dem jährlich stattfindenden Studientag oder der hauseigenen Bibliothek fortgeführt und vertieft werden. Ebenso bieten sich dazu die regelmäßige stattfindende Marburger Tagung oder die Freizeiten der Studienhäuser an. Als Start in das Semester fahren wir gemeinsam ein Wochenende auf eine Freizeit weg (SAFT). Auf der SAFT lernen wir uns in der neuen WG-Konstellation kennen, beschäftigen uns mit einem Thema und gestalten dann gemeinsam einen Gottesdienst in einer Gemeinde. Diese Verknüpfung vom theoretischem Theologiestudium und praktischem Bezug zur Gemeinderealität des 21. Jahrhunderts ist uns sehr wichtig. Es ist uns wichtig, aktuelle Problemhorizonte wahrzunehmen und uns mit der universitären Theologie und speziell mit deren Denkvoraussetzungen kritisch auseinanderzusetzen. Ziel dabei ist es, zu einer biblischen Ausrichtung unseres persönlichen Lebens und theologischen Denkens zu kommen.

Spiritualität. Theologie ist keine rein denkerische Sache, sondern muss ganzheitlich und umfassend gedacht und gelebt werden. Der persönliche Glaube und Alltag sollte mit dem theologischen Denken eng verbunden werden, frei nach dem Motto der SMD: „Denken. Glauben. Erleben.“ Deshalb feiern wir gemeinsam jede Woche eine Hausandacht und einmal im Monat gemeinsam Abendmahl. Darüber hinaus verweisen wir gerne auf andere Möglichkeiten, sich diesbezüglich weiter zu entwickeln, wie z.B. die Abende der SMD oder Junge Erwachenen-Gruppen in verschiedenen Mainzer Gemeinden.

Persönlichkeit. Theologisch fitte Pfarrpersonen  oder Lehrkräfte sind eine geniale Hilfe für die Gemeinde (oder die Schule). Wer außerdem noch über eine gereifte Persönlichkeit verfügt, ist Gold wert. Eine gereifte Persönlichkeit kann bis zu einem gewissen Grad gefördert werden. Auch deshalb führt die Studienleitung zum Anfang und Ende jeden Semesters Einzelgespräche mit jedem Bewohner und jeder Bewohnerin. Ziel des Gespräches ist es dabei, die eigene Studien- und Lebenssituation realistisch wahrzunehmen und daraus Konsequenzen für den weiteren Weg ins Auge zu fassen.  Aber auch schon das gemeinsame Leben sowie die verschiedenen kleinen Aufgaben, die jeder für ein Semester übernimmt, tragen zum persönlichen Wachstum bei.


Die drei zentralen Symbole in unserem Logo sollen dies nochmal darstellen:
Das Studium der Bibel aber auch das Studium an sich, das sich in Gemeinschaft entwickelt, in der man sich gegenseitig unterstützt und ermutigt, in der man füreinander betet und sich gegenseitig trägt. Im Zentrum: das Kreuz; Jesus, der Ausgangspunkt und Zielgerade unseres Studierens, Lebens und Strebens ist. Alles soll zu Gottes Ehre und zum geistlichen Wachstum dienen. Die gehaltenen, gefalteten Hände: Unsere Gemeinschaft die uns daran erinnert nicht den Blick auf das Zentrum unseres Glaubens, auf das Kreuz verlieren und die einen Lernfeld bietet, persönlich zu wachsen.
Das soll Wiedererkennungszeichen des Spenerhauses sein!

Unter Studienbegleitung verstehen wir Seelsorge und Unterstützung zur Klärung geistiger und geistlicher Grundfragen theologischen Denkens.

Dadurch wollen wir beitragen, dass später Menschen Verantwortung in Kirche und Schule übernehmen und dabei nicht nur über Gott reden, sondern ihn auch kennen als ihren Herrn und Erlöser.

Kurz gesagt: Wir wollen während der theologischen Ausbildung zu einem Studium verhelfen, das Freude macht und zu einem vollmächtigen und verantwortbaren Dienst in Gemeinde und Mission beitragen kann.

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