Studienbegleitung

Unsere Studienbegleitung enthält drei Aspekte:

Theologie
Beim Spenerabend, dem theologischen Themenabend, erschließen wir uns verschiedene Inhalte durch Beiträge von Referenten oder Gruppenarbeiten. Fokus liegt dabei grundsätzlich auf der Frage nach dem Bibelverständnis mit seinen verschiedenen Folgen für Kirche und Theologie. Diese verschiedenen Inhalte können in weiteren Gesprächen, dem jährlich stattfindenden Studientag oder der hauseigenen Bibliothek fortgeführt und vertieft werden. Ebenso bietet sich dazu die regelmäßige stattfindende Marburger Tagung oder die Freizeit der Studienhäuser an. Als Start in das Semester fahren wir gemeinsam ein Wochenende auf eine Freizeit weg (SAFT), beschäftigen uns mit einem Thema und gestalten dann gemeinsam einen Gottesdienst in einer Gemeinde. Denn die Verknüpfung vom theoretischem Studienschreibtisch und praktischem Bezug zur Gemeinderealität des 21. Jahrhunderts ist uns sehr wichtig.

Spiritualität
Theologie ist keine rein denkerische Sache, sondern muss ganzheitlich und umfassend gedacht und gelebt werden. Der persönliche Glaube und Alltag sollte mit dem theologischen Denken eng verbunden werden, frei nach dem Motto der SMD: „Denken. Glauben. Erleben.“ Deshalb feiern wir gemeinsam jede Woche eine Hausandacht, sind mitverantwortlich für die wöchentliche Uniandacht „15 Minuten – 15 Chancen. Die Andacht um 5vor12“ und bieten die jährliche Möglichkeit, einen stillen Tag zu begehen. Darüber hinaus verweisen wir gerne auf andere Möglichkeiten, sich diesbezüglich weiter zu entwickeln, wie z.B. die Andachten im Egli-Haus, die Abende der SMD o.a.

Persönlichkeit
Ein theologisch fitter Pfarrer oder Lehrer ist eine geniale Hilfe für die Gemeinde. Wer außerdem noch über eine gereifte Persönlichkeit verfügt, ist goldwert. Sonst geht der theologisch Versierte in den Herausforderungen des Pfarralltags unter oder nimmt Schaden. Eine gereifte Persönlichkeit kann nicht per Marshall-Plan verfügt, aber bis zu einem gewissen Grad gefördert werden. Auch deshalb führt die Studienleitung zum Anfang und Ende jeden Semesters Einzelgespräche mit jedem Bewohner. Ziel des Gespräches ist es dabei, das der seine Studien- und Lebenssituation realistisch wahrnimmt und daraus Konsequenzen für seinen weiteren Weg ins Auge fasst. Aber auch schon das gemeinsame Leben sowie die verschiedenen kleinen Aufgaben, die jeder für ein Semester übernimmt, tragen dazu bei.

Unter Studienbegleitung verstehen wir Seelsorge auf dem Feld des Denkens zur Klärung geistiger und geistlicher Grundfragen theologischen Denkens.

Es ist uns wichtig, aktuelle Problemhorizonte wahrzunehmen und uns mit der universitären Theologie und speziell mit deren Denkvoraussetzungen kritisch auseinanderzusetzen. Ziel dabei ist es, zu einer biblischen Ausrichtung unseres persönlichen Lebens und theologischen Denkens zu kommen. Dadurch wollen wir beitragen, dass später Menschen Verantwortung in Kirche und Schule übernehmen und dabei nicht nur über Gott reden, sondern ihn auch kennen als ihren Herrn und Erlöser.

Kurz gesagt: Wir wollen während der theologischen Ausbildung zu einem Studium verhelfen, das Freude macht und zu einem vollmächtigen und verantwortbaren Dienst in Gemeinde und Mission beitragen kann.

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